11 Regeln für eine SEO-freundliche Breadcrumb

By 6. Februar 2012SEO

Jeder kennt sie, viele kennen ihren Namen jedoch nicht. Sie hat ja auch viele Namen: Rootline, Hänsel-und-Gretel-Navigation, Breadcrumb oder eben Brotkrumen-Navigation. Beispiel gefällig, gern:

Startseite > Schuhe > Damenschuhe > Schuhname XY

Für die Usability ist die Breadcrumb-Navigation unbestreitbar seit längerem schon ein “must have”. Für die SEO im Prinzip auch – spätestens, seitdem Google in der URL-Zeile der SERPs nicht mehr nur die volle URL (mit oder ohne “…”) anzeigt, sondern auch die Breadcrumb-Navigation. Das ist zwar schon gefühlt ewig so (vgl. Blog-Beiträge von 2009), aber in gefühlt jedem zweiten SEO-Onpage-Report ist es nicht wirklich optimal gelöst.

Also denn:

Welche Grundregeln gilt es bei dem Einsatz einer Breadcrumb aus SEO-Sicht zu beachten?

  1. Fange immer mit der Startseite an und höre bei der aktuellen Seite auf.
  2. Lasse keine Zwischenschritte aus und ersetze sie auch nicht mit “…” oder ähnlichem
  3. Beginne bei der höchsten Ebene fortlaufend nach rechts bis zur niedrigsten Ebene (= der aktuellen Seite)
  4. Verlinke alle Ebenen, außer die letzte / aktuelle.
  5. Eine Breadcrumb-Navigation gehört in den schnell sichtbaren Bereich, damit sich User orientieren können (und Crawler dies honorieren), also “Above the Fold” (ohne zu Scrollen sichtbar)
  6. Trenne die einzelnen Breadcrumb-Elemente mit typografischen oder grafischen Elementen, die eine Hierarchie suggerieren, also mit >, » oder ähnlichem. | und . gehen auch – optimal ist aber anders.
  7. Wenn es keine Hierarchie gibt, dann bilde sie auch nicht ab. D.h. eine Breadcrumb-Navigation sollte immer die Tiefenebenen einer Website darstellen. So verstehen es User und Suchmaschinen. Also auch keine Surf-Historie oder ähnliches in Breadcrumb-Optik.
  8. Gestalte eine Breadcrumb prominent, aber nicht aufdringlich – eine Breadcrumb-Navigation ist eine Navigationshilfe, d.h. die Hauptnavigation sollte immer im Vordergrund stehen.
  9. Mach es Google leicht, deine Breadcrumb zu erkennen, nutze das Mikroformat oder das RDFa-Format (liest du hier bei Google)
  10. Nenne den vollen Seitentitel in den einzelnen Breadcrumb-Elementen oder zumindest das wichtigste Keyword daraus. Dann kann Google dies mit dem Seiten-Titel abgleichen und du erhälst relevante Keyword-Platzierungen onpage.
  11. Nutze die Breadcrumb-Navigation auf allen Seiten.
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Sebastian Erlhofer
Sebastian Erlhofer

Sebastian Erlhofer ist Gründer und Geschäftsführer der mindshape GmbH. Seit 2002 beschäftigt er sich intensiv mit den Themen SEO, SEA und CRO. Er ist Autor des Buches "Suchmaschinen-Optimierung".

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6 Comments

  • […] der vertikalen Verlinkung spielt vor allem das Zauberwort „Breadcrumbs“, zu deutsch: Brotkrumen, eine Rolle. Sie dienen zu Orientierung und zeigen die Navigationsstruktur […]

  • Andreas sagt:

    Danke für den Artikel!
    Ist diese Navigationshilfe auch hilfreich für Blogs, also wo es maximal eine Navigation über Kategorien oder Tags gibt?

  • Hallo Andreas,
    das würde ich nicht verallgemeinern wollen. Bei Blogs sind Breadcrumbs in der Regel seltener – was aber nicht heißt, dass sie dort nicht auch funktional gewinnbringend eingesetzt werden können.

  • Vielen Dank für die Info.
    Werden wir gleich mal umsetzen und sehen, ob der Breadcrump uns bei Google hilft.

  • Hallo Sebastian,

    in Punkt 4 schreibst Du: „Verlinke alle Ebenen, außer die letzte / aktuelle.“. Weshalb sollte die letzte Ebene (Seite) in der Breadcrumb nicht verlinkt werden? Gibt es dazu eine Quelle von Google, die die Verlinkung auf der letzten Ebene genau beschreibt?

    Freue mich auf deine Antwort.

    Gruß

    Eduard

  • Markus Trebbel sagt:

    Hallo Sebastian,

    du schreibst, dass man “keine Zwischenschritte auslassen und sie auch nicht mit “…” oder ähnlichem ersetzen soll”. Wie kann man das auf kleineren Endgeräten (vor allem Tablets und Smartphones) verwirklichen, ohne dabei die Zeile umzubrechen? Oder kann man in diesem Fall einen Umbruch nicht umgehen?

    Viele Grüße
    Markus

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