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Texter-Briefing: Eine solide Anleitung für erstklassige Inhalte

Inhaltsqualität steigern & Korrekturschleifen reduzieren

Ein Texter-Briefing, auch Content-Briefing genannt, ist für einen Redakteur die Anleitung schlechthin, um holistischen Content zu erschaffen, der die gewünschte Zielgruppe begeistert.

Wir geben Ihnen auf dieser Seite eine umfangreiche Checkliste der wichtigsten Punkte. So erstellen Sie präzise Text-Briefings, die Ihren Redakteuren nützen und zu besseren Inhalten führen.

Darum sollten Sie Zeit in ein Text-Briefing investieren

Nicht nur im Agenturalltag ist das Content-Briefing unabdingbar – unabhängig, ob ein Blogartikel, Kategorietext oder ein komplett neuer Themenbereich geschrieben werden soll. Auch wenn Sie als Privatperson oder Selbstständiger einen Texter beauftragen, ebnet eine solide Briefing-Vorlage den Weg zu einem erstklassigen Inhalt. Sie können sich das Text-Briefing als eine Art Anleitung vorstellen, die alle relevanten Punkte enthält, die der Text später behandeln muss.

Auch wird in einem Text-Briefing das Projekt kurz beschrieben. Dank dieses kleinen Projekt-Briefings weiß der Redakteur, für wen, warum und über was er überhaupt schreiben soll. Zudem helfen diese Hintergrundinformationen dabei, ein Gefühl für den Auftraggeber zu entwickeln und sich so besser in die Zielgruppe hineinzuversetzen.

An dieser Anleitung hangelt sich der Redakteur entlang, um später (hoffentlich) auf einen holistischen Text zu blicken, welcher der Zielgruppe nicht nur einen Mehrwert bietet, sondern diese überzeugt und begeistert.

Screenshot Text-Briefing
Auszug eines Text-Briefings

Das macht eine Briefing-Vorlage so wertvoll

Auf die Plätze, fertig, los! Genau so läuft es bei der Content-Erstellung nicht. Wenn es darum geht, neue Texte zu erstellen, schreiben viele Redakteure einfach drauf los. Es ist naiv zu denken, eine Portion Kreativität und eine gute Schreibe reichen aus, um mit Texten zu begeistern.

Machen Sie sich an die Text-Erstellung, ohne genau zu wissen für wen Sie eigentlich schreiben und welche Informationen der Leser sucht, ist das Vorhaben zum Scheitern verurteilt.

Hintergrundinformationen sind elementar. Wer ist die Zielgruppe? Was bewegt den Leser? Wie sieht der User-Intent aus? Diese und weitere relevante Fragestellungen gilt es in einem Texter- Briefing abzubilden.

Besonders dann, wenn Sie Ihre (Unternehmens-)Texte nicht selbst schreiben, sondern einen Texter beauftragen, ist ein genaues und sorgfältig vorbereitetes Content-Briefing essenziell. Nur so gehen Sie auf Nummer sicher, auch wirklich alle relevanten Informationen an den Redakteur zu übermitteln.

Die Vorteile im Überblick

Für Redakteure

  • Solide Anleitung (klare Arbeitsanweisungen)
  • Enthält relevante Hintergrundinformationen
  • Wichtige Fragestellungen werden deklariert
  • Text-Erstellung wird vereinfacht

Für Auftraggeber:

  • Text-Anforderungen werden klar übermittelt
  • Kommunikative Schnittstelle mit Redakteur
  • Wunsch-Content wird geliefert

Das gehört ins Text-Briefing – unsere Checkliste

Die Rahmendaten des Auftraggebers

Kurz-Briefing: Wer ist der Auftraggeber? Was soll mit den Inhalten erreicht werden? Welche Anforderungen gelten? Gibt es Besonderheiten, die beim Schreiben beachtet werden müssen?
Zielgruppe: Wer ist die Zielgruppe? Welche Wünsche/Ziele/Intention hat diese? Welche Anforderungen stellt die Zielgruppe an die Inhalte?
Anrede: Soll die Zielgruppe geduzt werden? Oder soll der Nutzer mit „Sie“ angesprochen werden?
Sprach-Level: Wünschen Sie sich eher eine einfache Sprache (Alltagssprache)? Oder sind die Texte für eine bestimmte Zielgruppe mit Fachkenntnissen (Fachjargon)?
Gefühlsebene: Bestimmen Sie die Tonalität. Sollen Ihre Texte eher emotional oder rational geschrieben werden? Sollen Inhalte fachlich überzeugen, seriös wirken oder locker und leger? Ebenfalls sind Abstufungen von lustig bis ernst möglich.
Tone of Voice: Gibt es eine einheitliche Kundenansprache, die eingehalten werden soll? Was ist erlaubt und was nicht? Definieren Sie die Tone of Voice klar im Texter-Briefing, damit Sie einen authentischen Inhalt mit Wiedererkennungswert erhalten.
Spezielle sprachliche Anforderungen: Gibt es bestimmte sprachliche Besonderheiten, die der Redakteur beachten muss? Gibt es eine einheitliche Schreibweise bestimmter Produkte/Begriffe, die konsistent sein soll?
Sperrbegriffe: Gibt es Begriffe/Produkte/Marken, die in den Texten nicht genannt werden sollen? Mit welchen Begriffen möchten Sie sich nicht identifizieren?
Weitere To-Dos: Was soll der Redakteur sonst noch machen bzw. bei der Text-Erstellung beachten? Möglich wären z. B. Bildrecherche, W-Fragen recherchieren, WDF*IDF-Analyse, Bullet-Listen oder Info-Boxen einbinden, Fettungen im Text setzen, interne Verlinkung beachten etc.

Spezielle text-spezifische Anforderungen (an den Redakteur)

Text-Art: Um welche Art Text handelt es sich? (Produkttext, Blogbeitrag, Kategorietext etc.)
Thema: Welches Thema soll behandelt werden?
Keywords: Vermerken Sie im Text-Briefing ebenfalls die zu nutzenden Keywords aus SEO-Sicht.
Textlänge: Welche Wortanzahl soll eingehalten werden? Gibt es eine Mindestlänge, die beachtet werden muss? Wie lang darf der Text maximal sein?
Strukturvorgaben: Soll der Redakteur eine bestimmte Text-Struktur einhalten? Dann vermerken Sie diese Vorgabe in der Briefing-Vorlage. Auch ein Content-Briefing mit einer kompletten Gliederung ist möglich.
Fragestellungen: Welche Fragestellungen muss der Text beantworten? Geben Sie hier anhand des User-Intents Ihrer Zielgruppe ausreichend Input, um einen holistischen Text zu erhalten.
Quellen: Als Hilfestellung dienen dem Redakteur Referenzmaterialen oder sonstige Quellen, die im Text-Briefing aufgelistet werden sollten.

Das gehört nicht in ein Texter-Briefing – Fehler vermeiden

Ein gutes Text-Briefing zu verfassen benötigt Routine. Mit der Zeit werden Sie ein Gespür dafür bekommen, welche Vorgaben relevant sind und auf welche Punkte Sie gegebenenfalls verzichten können.

Wichtig ist immer, dass Sie das Content-Briefing übersichtlich halten. Kurz und präzise, anstatt lang und ausufernd ist die Devise. Ein zehnseitiges Briefing nützt dem Redakteur wenig. Dieser muss auch während des Schreibens die Möglichkeit haben, wichtige Aspekte auf die Schnelle erfassen zu können. Muss sich der Texter erst umständlich durch mehrere Seiten blättern, geht der Text-Fokus schnell verloren. Geben Sie also nicht zu viele Informationen, vermitteln Sie jedoch unbedingt die grundlegenden.

Vermeiden Sie im Content-Briefing ebenfalls vorformulierte Text-Passagen – lassen Sie Raum für Kreativität. Viele Texter können mit Vorformulierungen nicht viel anfangen und fühlen sich durch strikte Vorgaben möglicherweise in ihrer Schreibweise gehemmt.

Auch Ihre Kontaktdaten sowie der Termin zur Fertigstellung (Deadline) haben im Texter-Briefing nichts verloren. Setzen Sie zur Absprache dieser Eckdaten am besten einen persönlichen Termin an. Bei diesem haben Sie die Möglichkeit, den Zeitrahmen zusammen mit dem Texter abzustecken, Budgetverhandlungen zu führen und Ansprechpartner zu definieren. Halten Sie diese Informationen für den Redakteur in einem separaten Dokument – losgelöst vom Content-Briefing – fest.

Die Tücken des Text-Briefings

Ein ausführliches Content-Briefing ist noch lange keine Garantie für herausragende Inhalte. Eine unpräzise Briefing-Vorlage, die schnell, nebenbei zu Papier gebracht und lediglich mit den nötigsten Informationen gespickt wurde, gibt dem Texter zu wenig Input. Verfehlt der Content das Ziel, den Leser abzuholen, liegt die Ursache meist in ungenauen Text-Briefings.

Aus diesem Grund ist bei der Erstellung der Briefing-Vorlage eine gewissenhafte Vorgehensweise obligatorisch. Ein gutes und vollständiges Briefing ist für die effiziente Arbeitsweise eines jeden Texters elementar, um Ihnen bessere Texte in weniger Korrekturschleifen zu liefern.

Achten Sie besonders darauf, dass Sie dem Redakteur vollständige sowie aktuelle Hintergrundinformationen liefern. Gehen Sie bei den text-spezifischen Anforderungen ins Detail: Klare Strukturvorgaben helfen dabei, den User-Intent zu treffen.

Auch wenn Sie ein umfangreiches und vollständiges Text-Briefing aufgesetzt haben – ruhen Sie sich nicht auf Ihren Lorbeeren aus. Liefert der Redakteur Ihnen trotz allem einen schlechten Text, können auch andere Faktoren den Ausschlag gegeben haben.

Weitere Faktoren für schlechten Content

  • ungelernter Texter
  • fehlendes Feedback (nach der ersten Korrekturschleife/vorherigen Texten)
  • schlechte Kommunikation
  • zu wenig Einarbeitungszeit in das Thema
  • zu hohe Erwartungshaltung seitens des Auftraggebers

Fazit zum Texter-Briefing

Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um ein vollständiges, verständliches und aktuelles Text-Briefing zu erstellen. Sind Sie sich unsicher, ob Sie alle relevanten Anforderungen verschriftlicht haben, lassen Sie eine zweite Person gegenprüfen, ob wichtige Aspekte fehlen. So gehen Sie auf Nummer sicher, Ihrem Texter alle notwendigen Hintergrundinformationen zu liefern.

Wichtig ist, neben dem Text-Briefing, auch der persönliche Kontakt zwischen Ihnen und dem Redakteur. Machen Sie deutlich, dass Sie für Rückfragen zum Briefing jederzeit bereitstehen – und reagieren Sie zeitig auf diese.

So ebnen Sie den Weg für erstklassige Inhalte, die Ihre Zielgruppe wirklich begeistern!

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir beraten Sie gerne.