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Bilder-SEO: 11 Tipps für ein gutes Ranking in der Google Bildersuche

Mit unseren Tipps optimieren Sie gezielt die Platzierung Ihrer Bilder in der Suchmaschine

Die Google-Bildersuche birgt für viele Websites ein hohes Traffic-Potenzial – wie zielführend das sein mag, hängt von dem jeweiligen Website-Angebot ab. Besonders für Websites, die ihre Produkte oder Leistungen besonders gut mit Hilfe von eigenem Bildmaterial verdeutlichen können, ist eine Suchmaschinenoptimierung für Bilder-Rankings obligatorisch.

Denn clever durchgeführtes Bilder-SEO erhöht die Anzahl interessierter Besucher, die zu Kunden konvertieren können.

Wie findet Google die Bilder und welche Faktoren sind maßgeblich?

Der Googlebot 2.1 durchforstet Webseiten nach Inhalten. Im Falle der Bilder kommt hier der Googlebot-Image 1.0 zum Einsatz. Dieser Googlebot arbeitet sich über die Linkstruktur einer Webseite zu den Bildern durch und stellt den ersten Schritt hin zur Bilder-Indexierung dar.

Damit Ihre Bilder vom Googlebot-Image 1.0 überhaupt gefunden und letztlich in der Google-Bildersuche angezeigt werden, muss Ihre Website für Googles Crawler zugreifbar sein. Schließen Sie den Googlebot oder Googlebot-Image über die robots.txt oder die die Anweisung „noindex“ aus, dann wird die Indexierung neuer Bilder nicht stattfinden können. Was so lapidar einfach klingt, ist in der Realität leider nicht immer korrekt gelöst – oftmals sind Bilder (Header-Grafiken u. a.) über CSS eingebunden, aber ebendieses dann ausgeschlossen. Auch konnten wir schon Fälle vorfinden, in denen Bilder auf Subdomains gehostet werden (z. B. img.domain.de), welche wiederum allerdings für das Crawling gesperrt sind. Sollten selbst bei Eingabe Ihres Domainnamens in die Bildersuche keine Bilder auftreten, dann prüfen Sie zunächst auf solche selbsterzeugten Hemmnisse. Das können Sie mit der Anfrage „site:domain.de“ im Bildersuche-Suchfeld.

Bilder-SEO: Zweck der Optimierungen

Möchten Sie, dass Ihre Bilder bei relevanten Suchen gut sichtbar sind, dann ist eine ordentliche Bilder-SEO unabdingbar. Die Web-Suche ist nicht die einzige Möglichkeit, um an gewünschte Informationen zu gelangen. Viele Nutzer gehen direkt zur Google-Bildersuche über, um sich nicht lange Zeit durch die SERPs und diverse Texte klicken zu müssen. 

Bilder-SEO: Google SERP zu
Bilder-SEO: Google SERP zu "grüne Boots"

So erhalten die potenziellen Kunden direkt Bilder, beispielsweise von den grünen Boots, die sie gerade suchen. Auf der ersten Seite der Suchergebnisse verweist Google auf die Bildersuche und listet besonders relevante Bilder direkt auf. Auch auf der eigentlichen Seite der Bildersuche ist die Platzierung maßgeblich für den Erfolg Ihres Bildes und somit Ihrer Website oder Ihres Produkts.

Bilder-SEO: Google Bildersuche
Google Bildersuche zum Keyword "grüne Boots"

Je höher die Bilder gelistet werden, desto mehr Klicks erhält Ihre Website. Mehr Klicks bedeuten mehr Interessenten, die zu potentiellen Kunden konvertieren und möglicherweise ein Produkt oder eine Dienstleistung erwerben werden.

Doch wie sollten Sie nun genau vorgehen, um Ihre Bilder nach SEO-Kriterien entsprechend zu optimieren?

Unsere 11 Schritte für Ihren Erfolg in Bilder-SEO

1. Keywords gehören immer in den Dateinamen

Benennen Sie Ihre Bilder für optimales Bilder-SEO stets nach dem passenden Keyword. Ein Keyword, welches das Bild und die Intention des Suchenden prägnant und trennscharf beschreibt, benötigt den gleichen Aufwand, wie eine Keyword-Auswahl für textliche Inhalte. In den meisten Fällen sind die Schlagworte identisch, sodass sich die Bildnamen an dem Seitenkeyword selbst orientieren.

Durch diesen optimierten Dateinamen erleichtern Sie es der Suchmaschine, die Themenzugehörigkeit des Bildes zu verstehen. Haben Sie beispielsweise ein Portal, auf welchem Sie Kleidung verkaufen, dann benennen Sie das Bild dementsprechend. „image9308403402.jpg“ oder „Hose-Damen.jpg“ bringen recht wenig. Nennen Sie in dem Dateinamen bestenfalls Art, Markenname und Farbe, den Sie ja auch auf der Artikelseite erwähnen – „jerseyhose-markenname-farbe.jpg“ oder „pumps-markenname-farbe.jpg“ führen hier zum Erfolg. Daneben empfehlen sich noch folgende generelle Tipps:

  • Trennen Sie die einzelnen Wörter im Dateinamen durch Bindestriche anstatt durch Unterstriche. Das ist für die meisten Programme einfacher zu interpretieren.
  • Schreiben Sie stets klein. Das fördert nicht direkt SEO, verringert aber das Fehlerpotential beim Einbinden.
  • Umlaute sollten immer ausgeschrieben werden, wie beispielsweise „boots-markenname-gruen.jpg“.

 

2. Keywords auch in der Bildunterschrift platzieren

Eine passende Bildunterschrift kann die Auffindbarkeit steigern. Auch hier gehört das Keyword hinein. Auch bietet die Bildunterschrift zusätzlichen Platz für Vermerke zum Urheberrecht, falls das Bild nicht von Ihnen selbst erstellt wurde.

Neben der Bildunterschrift ist aus Bilder-SEO-Sicht auch der umliegende Text, um das Bild herum, wichtig. Dieser wird von Google ebenfalls zur Bestimmung der Relevanz des Bildes herangezogen – daher sollten der erste Absatz beim Bild und die nächstgelegene (Zwischen-) Überschrift ebenfalls das Keyword enthalten.

 

3. Bildgröße und Dateiformat richtig abstimmen

Das ideale Dateiformat hängt vom Zweck des Bildes ab.

  • JP(E)G hat den Vorteil, dass Fotos mit diesem Format tendenziell schneller laden als beispielsweise Dateien im PNG-Format.
  • PNG bietet sich bei transparenten Grafiken an.
  • WEBP ist ein Format von Google, welches Vorteile der oben genannten Formate kombiniert. Allerdings unterstützen (noch) nicht alle Browser dieses Format.
  • SVG kann eine sinnvolle Alternative bei einfachen Grafiken und Logos sein.
  • Vermeiden Sie auf jeden Fall große Dateiformate wie TIFF, die nicht für die Nutzung im Web ausgerichtet sind.

Die optimale Bildgröße sollte, in erster Linie, immer vom Design der Website abhängen. Wichtig ist, dass das Bild nicht verpixelt ist. Jedoch empfiehlt sich weder ein zu großes noch ein zu kleines Bild. Zu große Bilder werden möglicherweise auf bestimmten Endgeräten, wie Smartphone oder Tablet, nicht richtig angezeigt oder erschlagen den User. Manchmal werden diese auch automatisch abgeschnitten – hier empfiehlt es sich, je nach Gerät unterschiedliche Bildergrößen passend auszuliefern.

Nicht nur für gute Bilder-SEO ist es außerdem notwendig, die Bilder direkt in der passenden Größe hochzuladen. Denn wenn Sie zu kleine Bilder vom Browser hochrechnen lassen, leidet die dargestellte Qualität. Sind die Bilder dagegen größer als dargestellt, leidet die Ladezeit Ihrer Website darunter – da Ladezeit ein genereller (mobiler) SEO-Faktor ist, ist dies sehr wichtig zu beachten.

Ist ein Bild jedoch sehr klein, wird es den Wettbewerb mit anderen nicht standhalten. Generell erscheinen kleine Bilder, wie Vorschau- oder Profilbilder, eher selten in der Bildersuche. Eine Präferenz von Google für bestimmte Bildformate konnten wir bisher nicht feststellen, wer sich aber für eine Mindestlänge der Bildkante von 300 Pixeln entscheidet, hat Chancen für eine gute Platzierung in der Google-Bildersuche. Bilder im 4:3- bzw. 16:9-Querformat werden meist prominenter gelistet, als Bilder im Hochformat.

 

4. Passende Dateigröße wählen

Nicht nur die Bildgröße ist für Bilder-SEO wichtig, sondern auch die Dateigröße von Bildern spielt eine wichtige Rolle. Eine sehr große Datei, welche eine enorme Ladezeit benötigt, wird zu großen Absprungraten führen. Besonders beim mobilen Surfen mit dem Smartphone benötigt ein solches Bild bei einem schlechten Empfang enorm lange Ladezeiten. Dauert der Bildaufbau zu lange, switcht der Nutzer womöglich lieber zurück in die Suchergebnisse und somit weg von Ihrer Website. Auch verbraucht ein zu großes Bild, trotz der kleineren Darstellung, jede Menge Datenvolumen.

Als Faustregel für die Bilder-SEO können Sie sich merken: Die Dateigröße für ein Bild im Content-Bereich liegt bestenfalls bei maximal 200 KB.

Insofern die vorherigen Schritte beachtet wurden, können spezielle Tools dabei helfen, unnötigen Datenballast zu entfernen. Nennenswert ist hier zum Beispiel das Online-Tool https://tinypng.com/, welches einfach per Drag&Drop betätigt werden kann.

 

5. Je öfter ein Bild genutzt wird, desto besser

Sollte es möglich und inhaltlich sinnvoll sein, bringen Sie gleiche Bilder öfter auf Ihrer Website unter. Google liebt ein immer gleiches Bild zu einem Thema – es signalisiert ihm eine erhöhte Wichtigkeit. Achtung allerdings – machen Sie dies wirklich nur dann, wenn es im Kontext sinnvoll ist. In einem Shop zum Beispiel sollten Sie natürlich die korrekten Bilder ausgeben. Zudem sollte dies nicht in Spam ausarten.

 

6. Titel und alternativen Titel nicht vergessen

Binden Sie Ihr Bild in die Domain ein, so benennen Sie im Zuge der Bilder-Optimierung das „Title Attribut“ und das „Alt Attribut“ gleichermaßen mit dem Keyword. So weiß Google, mit welchem Thema sich dieses Bild beschäftigt, oder welche Sache es abbildet. Handelt Ihre Website von dem Thema „Wie kann ich einen Ölwechsel selbst durchführen“ und zeigt ein Bild, das dieses Thema aufgreift – dann benennen Sie den Title-Tag und den Alt-Tag entsprechend „Ölwechsel selbst durchführen“.

Title und Alt-Auszeichnungen dienen jedoch nicht nur der Suchmaschine, sondern auch dem Nutzer. Für den Fall, dass die Bilder nicht geladen werden können wird der Alt-Tag ausgespielt. Beim Mouse Over über ein Bild erscheint häufig ein Textfeld, welches weitere Information einblendet. Hier wird dem User der Title-Tag angezeigt.

Übrigens: Mittlerweile kann Google in Teilen auch selbst erkennen, was auf Bildern zu sehen ist. Wie gut dies klappt, können Sie mit der Bildersuche ganz einfach selbst testen, indem Sie ein beliebiges Bild in die Suche ziehen. Selbst komplexe Bilder kann die Suchmaschine deuten – hier am Beispiel eines Cover-Fotos unseres Buches „Website-Konzeption und Relaunch“.

Bilder-SEO: Bild-Deutung der Suchmaschine
Google kann Bilder deuten und macht Vorschläge

 

7. Angemessenes Alter des Bildes berücksichtigen

Da Google (noch nicht vollständig) das Bild interpretieren kann, erkennt die Suchmaschine es anhand verschiedener (oben bereits angesprochener) Parameter. Dazu gehört auch das Alter des Bildes. Google folgert daraus: Je jünger, desto origineller und damit interessanterer, zeitgemäßerer Inhalt. Das macht natürlich nur Sinn, wenn das Bild noch nie im Web veröffentlicht wurde, denn sonst kennt Google das richtige Datum schon.

 

8. Bilder-Sitemaps informieren Suchmaschinen über alle Bilder

Mit Hilfe einiger Plug-Ins, oder auch manuell, lassen sich Bilder bei Google leichter bekannt machen, indem Sie in einer XML-Sitemap gelistet werden. Diese wird so eingerichtet, dass sie der Suchmaschine mitteilt, wo welches Bild auf der Domain zu finden ist. Beispiele hierfür wären „Google XML Sitemap for Images“ für WordPress und unsere eigene SEO-Extension für TYPO3-Systeme Auch für andere Systeme gibt es automatische Generatoren.

Achten Sie dabei darauf, dass das System Bilder erst ab einer bestimmten Größe aufführt – Thumbnails haben in so einer Sitemap nichts zu suchen.

 

9. Hotlinks – die Gefahr

Einerseits ist es wünschenswert, wenn das Bild oft von anderen Websites verlinkt wird. So wird der Suchmaschine wiederrum eine enorme Wichtigkeit impliziert. Jedoch kann der Schuss auch nach Hinten losgehen. Wird das Bild per Hotlink auf einer starken Domain angezeigt, so kann es sein, dass Ihr Suchergebnis für dieses Bild, wenn die Domain noch nicht stark im WWW verankert ist, in den Schatten gestellt wird.

Kontrollieren Sie daher in regelmäßigen Abständen, woher Ihr Verweis-Traffic kommt (Webanalyse), über welche Begriffe Sie Bilder-Impressions ohne Traffic erhalten (Search Console) und von wo Sie verlinkt werden (diverse kostenpflichtige Linkmonitoring-Tools).

 

10. URL und Ordnersturuktur

Jedes Bild, was auf einer Webseite abgebildet ist, verfügt über eine eigene URL. Diese ergibt sich meist automatisch aus dem Dateinamen sowie dem Pfad, der sich aus der Ordnerstruktur ergibt. Daher sollten Sie bei der Bilder-SEO darauf achten, das Foto in einem Ordner mit semantisch passendem Bezeichnung abzulegen. Vermeiden Sie jedoch unpassende und unnötige Zwischenverzeichnisse.

Haben Sie beispielsweise ein Bild mit dem Dateinamen „omas-apfelkuchen.jpg“ dann empfiehlt sich ein Ordner mit dem Namen „Kuchen“.

 

11. Zu guter Letzt – der Seitentitel

Auch dieser sollte zum Keyword des Bildes passen. Denn mit einem Aussagekräftigen Meta-Titel, der direkt im Browser-Fenster angezeigt wird, ist das Bild direkt im richtigen Rahmen untergebracht.

Fazit zum Bilder-SEO

Wie Sie hier lesen konnten, ist die Suchmaschinenoptimierung für Bilder eigentlich recht einfach, wenn Sie einige Regeln beachten. Beherzigen Sie zukünftig diese SEO-Facts, so sollten Ihre Bilder in der Google Bildersuche besser zu relevanten Suchanfragen gefunden werden und Ihre Chancen steigen, künftig über Ihre Bilder mehr qualifizierten Traffic zu generieren.

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