
B2B-Unternehmen, die hochkomplexe Produkte vertreiben, stehen selten vor einem Wissensproblem, sondern vielmehr vor einem Wirkungsproblem. Ihr Content ist technisch versiert, umfangreich und bringt so manchen Nerd vom Fach ins Schwärmen, doch er beantwortet nicht die richtigen Fragen. Das hat zur Folge, dass aufwendig produzierter Content kaum sichtbar wird und keine Leads daraus hervorgehen – trotz starkem Produkt.
In unserer Arbeit für verschiedenste B2B-Tech-Unternehmen legen wir den Fokus deshalb darauf, die nötige Balance zu finden: Für guten Tech-Content müssen fachlich-inhaltliche Ansprüche und das Nutzer- bzw. Zielgruppenbedürfnis in Einklang gebracht werden. Wie wir – und Sie – das schaffen, zeigt Ihnen unser Artikel.
Man könnte meinen, Content ist Content und es gelten für technisch-komplexere Inhalte im B2B-Kontext die gleichen Anforderungen wie für B2C-Content. Was die Basics angeht (schlüssiger Aufbau, an die Zielgruppe angepasste Tonalität, usw.), ist das auch richtig. Doch für wirklich guten Tech-Content muss weitergedacht werden – und das übernehmen wir bei mindshape für unsere Kunden.
Die Krux: Im B2Bentscheidet fast nie eine einzelne Person über Investitionen. Marketing-Verantwortliche in Tech-Unternehmen müssen mit ihrem Content Marketing stattdessen ein ganzes „Buying Center“ überzeugen. Das besteht aus mehreren Personen mit unterschiedlichen Perspektiven, Informationsständen und Bedürfnissen. Ist das Produkt, das an die Unternehmen gebracht werden soll, dann auch noch sehr technisch, ist die Gefahr groß, dass mit suboptimalem Content mindestens eine:r der Entscheider:innen abgehängt wird.
Wir erleben es immer wieder: Die Fachabteilungen unserer Kunden verfügen über erstklassiges Expertenwissen, das die Marketing-Verantwortlichen aufgrund der Komplexität nur schwer zu nutzen wissen. Es entsteht Content, der zwar fachlich beeindruckend ist, aber bei der Zielgruppe nicht wirkt. Um dieses Problem zu lösen, verfolgen wir bei mindshape einen methodischen Ansatz:
Erfolgreiche Tech-Inhalte sind kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis aus durchdachter Struktur, Empathie für die Leserschaft und dem Blick für die richtigen Fragen und Begriffe. Wenn Sie Ihr Wissen nicht einfach nur abladen, sondern sinnvoll aufbereiten, belohnen Entscheider:innen Sie mit dem, was zählt: Vertrauen und qualifizierte Leads.
Guter Tech-Content fungiert als strategischer Dolmetscher an der Schnittstelle zwischen Kompetenzvermittlung und Nutzerbedürfnis. Das gelingt, wenn nicht nur das „Was“ beleuchtet wird, sondern auch das „Wie“ und „Warum“.
Kurzum: Guter Tech-Content entsteht nicht, indem Fachsprache übersetzt wird. Bei mindshape sorgen wir stattdessen dafür, dass er Komplexität handhabbar macht, ohne die fachliche Autorität zu verlieren, und gleichzeitig die dahinterliegende Suchintention erfüllt.
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Wenn Sie als Tech-Unternehmen schlichtweg die Produkteigenschaften oder die Leistungen Ihres Service auflisten, schaffen Sie damit weder Vertrauen noch beantworten Sie die wirklich relevanten, tiefergehenden Fragen Ihrer Zielgruppe. Diese Fragen können zum Beispiel lauten: Wie löst das Produkt welche Probleme? Warum ist das Produkt besser als das Ihres Wettbewerbers?
Für Tech-Content mit Durchschlagskraft holen wir idealerweise sogar Ihre Mitarbeiter:innen aus dem Vertrieb oder dem Customer Service ins Boot. Denn das sind die Menschen, die täglich mit noch spezifischeren Fragen und Anliegen Ihrer Kundschaft konfrontiert werden und wissen, was sie bewegt. Im Content bringen wir dieses Wissen ein und positionieren Sie so als hilfreichen Ansprechpartner Ihres Fachs, der seine Zielgruppe wirklich versteht und partnerschaftlich begleitet.
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Ein Text, der mit vielen blumigen Adjektiven arbeitet, liest sich vielleicht anregend, holt Ihre Zielgruppe aber nicht ab. Insbesondere Entscheider:innen im B2B möchten nicht einfach lesen, dass Ihr Produkt „benutzerfreundlich“ ist. Sie möchten aber zum Beispiel wissen, dass der Daten-Upload in unter 10 Sekunden es benutzerfreundlich (und besonders effizient) macht.
Ein anderes Beispiel: Es reicht nicht, einfach von einer „persönlichen Beratung“ zu sprechen. Ihre Zielgruppe möchte wissen, dass ein fester Ansprechpartner sich sieben Tage die Woche um ihre Anliegen kümmert und Sie Expertengespräche per Video-Call anbieten.
Welche positiven Eigenschaften und Benefits in Ihrem Fall mit konkreten Beispielen am besten zur Geltung gebracht werden sollten, ermitteln unsere Expert:innen für Sie.
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Mindestens ein Entscheider innerhalb des Buying Centers interessiert sich nicht für fachliche Details, sondern möchte auf einen Blick harte Fakten einsehen – nennen wir ihn Karl. Karl möchte wissen: Was sind die Kosten? Was sind die USPs des Produkts? Wie komme ich an ein unverbindliches Angebot? Wenn der Text schlecht strukturiert ist und solche wichtigen Infos versteckt sind, kostet Karl die Suche danach wertvolle Zeit.
Eine andere Stakeholderin, nennen wir sie Gina, prüft hingegen Ihre Kompetenz und möchte mit Fachwissen von der Qualität Ihres Produkts überzeugt werden. Würde Ihr Content nur noch die Hard Facts bieten, reicht das vielleicht Karl, aber Ginas Vertrauen gewinnen Sie nicht. Ihr Content muss also zwingend beide Bedürfnisse erfüllen: Scanbarkeit der wichtigsten Fakten bei fachlicher Fundiertheit.
Eine Erhebung von TrustRadius hat gezeigt, dass der demografische Wandel den Need für guten Tech-Content weiter erhöht: Einkäufer:innen der Generation Z und Millennials informieren sich eher als ältere Generationen zunächst online über ein Produkt. 2021 waren mehr als 60 % aller B2B-Einkäufer:innen im Bereich Tech Millennials.
Die größte Hürde für Tech-Content im B2B liegt dort, wo fachlicher Anspruch auf Marketing-Realität trifft. Was darf man sagen? Was muss man sagen? Und wie bringt man es so auf den Punkt, dass ein Buying Center in Minuten überzeugt wird?
In Gesprächen mit unseren Kunden dreht es sich außerdem häufig um die folgenden Problemstellungen.
| Ihr Problem | Unsere Lösung |
| Zielgruppe wünscht sich transparente Kostenkommunikation | Darstellung von Kostenlogistiken |
Viele B2B-Unternehmen vermeiden Preisangaben im Netz komplett, weil sie Verhandlungen nicht vorwegnehmen wollen oder Sorge vor dem K.O.-Effekt aufgrund besserer Wettbewerbspreise haben. Aus Nutzersicht ist die Frage nach dem Preis aber entscheidend. Wer hier keine Orientierung liefert, zwingt Interessenten in eine unangenehme Situation: mühsam weiter recherchieren, Vertrieb kontaktieren oder zur Konkurrenz wechseln, die wenigstens einen Rahmen nennt. | Sie müssen nicht zwingend eine Preisliste liefern, wenn Sie dafür schlichtweg nicht die Freigabe bekommen. Helfen Sie Nutzer:innen stattdessen mit der Darstellung von Kostenlogiken weiter: Welche Faktoren treiben Aufwand? Welche Pakete oder Projektgrößen gibt es üblicherweise? Wo liegen die häufigsten Kostentreiber oder Einsparhebel? Unsere Redakteur:innen stellen beim Texten sicher, dass die fehlenden Preisangaben mit dieser Richtungsweisung kompensiert werden. |
| Klare Abgrenzung vom Wettbewerb fällt schwer | Definition von USPs |
Wir sehen es immer wieder: USPs werden falsch verstanden. Nämlich als allgemeine Pluspunkte (hohe Qualität, guter Service, usw.) und nicht als tatsächlich einzigartige („unique“) Alleinstellungsmerkmale. Ein USP beantwortet konkret: Worin unterscheiden wir uns nachweisbar vom Wettbewerb – in Setup, Prozess, Technologie, Integration, Branchenfokus, Time-to-Value oder Betrieb? Wenn diese Klarheit fehlt, bleibt der Content austauschbar und liefert dem Buying Center keine Argumente, um intern für Sie zu werben. | Gemeinsam mit Ihnen definieren unsere Content-Expert:innen klare Alleinstellungsmerkmale Ihres Unternehmens bzw. Ihrer Produkte, die Sie eindeutig vom Wettbewerb abheben. Diese platzieren wir prominent an relevanten Stellen im Content. |
| „Zeit ist Geld“-Mindset der Zielgruppe bleibt unberücksichtigt | Priorisierung & zielgerichtete Struktur |
Aus Betriebsblindheit und der Annahme „Alles muss 100 % vollständig, perfekt und in Fachterminologie erklärt sein“ entstehen im Tech-Bereich oft extrem lange Texte, die sich nicht scannen lassen. Das kostet Nutzer:innen – und im Worst Case sogar Bestandskundschaft, wenn sie schnell eine Antwort braucht und stattdessen eine Textwüste bekommt. Insbesondere dann, wenn Content vor der Freigabe intern von Fachleuten geprüft und ergänzt wird, erleben wir es oft: Aus einem anfangs pointiert geschriebenen Content-Piece wird ein ausführlicher Fachbeitrag, der beinahe einem Wissenschaftsmagazin würdig wäre. | Wirksamer Tech-Content priorisiert: Erst die Entscheidungshilfe (Was ist es? Für wen? Welches Problem? Welcher Nutzen?), dann die Details. Fachliche Tiefe bleibt drin, aber sie kommt strukturiert und zielgerichtet zum Einsatz. Bereiten Sie Ihr Wissen sinnvoll für die verschiedenen Stakeholder auf, müssen die Entscheider:innen weniger Zeit aufwenden. Das rechnen sie Ihnen hoch an – und belohnen Sie dafür womöglich mit einem Lead. |
Gesuchte Begriffe decken sich nicht mit Fachterminologie | Keywords zuerst, Brand- & Fachbegriffe folgen |
Viele Unternehmen bestehen darauf, Produkte primär beim Brand-Namen zu nennen und haben ein Störgefühl bei Begriffen, die Nutzer:innen tatsächlich in Google eingeben. Das ist nachvollziehbar, weil es sich weniger präzise anfühlen kann. In der Praxis ist das aber nachteilig für die SEO, weil Sie Sichtbarkeit in der frühen Recherchephase verlieren. Oder andersherum: Die Zielgruppe sucht nach einem bestimmten Begriff bzw. Produkt, obwohl ein anderes Produkt die eigentliche Lösung ihres Problems wäre. Wenn diese Diskrepanz im Content nicht berücksichtigt wird, führt die Suchanfrage nicht auf die passende Zielseite und Sie verlieren potenzielle Neukund:innen. | Die Lösung liegt darin, beides sauber zu verbinden: Begriffe, die Nutzer:innen tatsächlich suchen, sollten im Content verwendet werden – zumindest im Einstieg. Brand- und Fachbegriffe erläutern wir dann im weiteren Verlauf und zeigen damit Zielgruppenverständnis einerseits und beweisen Ihre Expertise andererseits. Wir sehen uns hier fast schon in einer Detektiv-Rolle: Wir möchten die Zielgruppen unserer Kunden noch besser ergründen, „nischige“ Sonderfälle betrachten und mögliche Fallstricke in bestehendem Content bzw. der aktuellen Keyword-Ausrichtung entlarven. |

Unser Kunde SensoPart – ein führender Hersteller für Industriesensorik – bietet unter anderem Vision-Sensoren für große Industriebetriebe an. In unserer SEO-Arbeit konnten wir hier ein typisches Muster im B2B-Tech-Marketing feststellen: Die Zielgruppe sucht nach dem „großen“ Begriff, obwohl in vielen Fällen eine schlankere Lösung reicht.
In SensoParts Fall informieren sich Betriebe häufig über Bildverarbeitungssysteme bzw. Vision-Systeme, um bestimmte Prüf- oder Produktionsschritte zu automatisieren. Das klingt nach der naheliegenden Kategorie – schließlich geht es um ein System, das Bilder verarbeiten, prüfen und erkennen soll. In der Praxis ist aber häufig gar kein komplettes System notwendig. Für viele Anwendungen erledigen einzelne Vision-Sensoren die Aufgabe genauso zuverlässig, sind dabei wirtschaftlicher, schneller integrierbar und im Handling oft deutlich einfacher.
Wir möchten Suchanfragen rund um „Vision-Systeme“ und „Bildverarbeitungssysteme“ nicht nur mitnehmen, sondern strategisch umlenken. Also nicht einfach erklären, was ein Vision-System ist, sondern Nutzer:innen dort abholen, wo sie gedanklich stehen, und so eine bessere Entscheidung ermöglichen: Brauchen Sie wirklich ein ganzes System – oder reicht ein Sensor, der den Job erledigt?
Wir haben den Content so aufgebaut, dass er die Suchintention „Vision-Systeme“ ernst nimmt – und gleichzeitig schnell zur oft besseren Alternative führt.
Der Content erschließt eine Suchanfrage, die bisher nicht zielführend bespielt wurde. Gleichzeitig vermittelt er Transparenz: Statt reflexartig das „große System“ zu verkaufen, zeigt SensoPart eine passende, oft wirtschaftlichere Alternative auf. Das ist ehrliche Beratung, senkt die Skepsis im Buying Center und stärkt das Vertrauen in SensoPart als Partner, der Effizienz und Nutzen auf Kundenseite über Upselling stellt.