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Keyword-Mapping in 4 Schritten

Wie funktioniert das?

Eine häufige Frage in Bezug auf die Suchmaschinen-Optimierung ist die Funktion und Vorgehensweise des Keyword-Mapping. Wie der Prozess bei uns der Agentur aussieht, wird in diesem Beitrag behandelt.

Was ist Keyword-Mapping?

Bei der Planung einer Suchmaschinen-Optimierung ist es elementar wichtig, dass man zunächst weiß, welche Begriffe und Phrasen (=Keywords) von der Zielgruppe gesucht werden. Die Methode, um geeignete Keywords zu finden, nennt man Keyword-Recherche. Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in diesem Beitrag zur Keyword-Recherche. Um herauszufinden, welche Keywords sich dann für eine Optimierung im konkreten Fall lohnen, schließt man üblicherweise eine Keyword-Potenzialanalyse an. Diese wird meist mit dem Google Keyword Planer durchgeführt. Das Tool, das zuvor frei nutzbar war, ist mittlerweile nur noch für aktive AdWords-Kunden nutzbar. Außerdem fasst das Tool nun Keyword-Variationen, wie "stuhl kaufen" und "kaufen stuhl", zusammen. Auch die ausgegebenen Suchvolumina scheinen mittlerweile sehr stark zu schwanken. Als Alternative gibt es kostenpflichtige Tools. Am Ende hat man eine Liste mit den Keywords, für die man gerne gefunden werden würde in den TOP10. Hier beginnt das Keyword-Mapping: Es ist eine Methode, um relevante Keywords innerhalb einer Website-Struktur optimal zu verteilen.

Schritte des Keyword-Mappings

Meist besteht bereits eine Website mit Informationen und es gilt nun, die gefundenen Keywords auf dieser Website optimal zu verteilen, also zu „mappen“. Ziel ist, für jedes zu optimierende Keyword oder Themencluster eine Unterseite auf der Website zu bestimmen. Dieser Grundgedanke ist für eine ordentliche Onpage-Optimierung elementar: Jede Seite wird auf ein Keyword bzw. eine Keyword-Phrase optimiert. Nicht auf zwei oder drei, sondern genau auf ein Keyword. Das macht es Suchmaschinen und Nutzern später leichter, sich zu orientieren.

Keyword-Mapping theoretisch

Das Keyword-Mapping läuft theoretisch in diesen Schritten:

  1. Keywords in der Liste gruppieren: Man gruppiert die Liste von Keywords zu einzelnen Themengebieten.
  2. Textbriefing und Priorisierung für jedes Keyword: Zu jedem Keyword schreibt man kurz, wovon der spätere Text zu diesem Keyword handeln soll. Das hilft vor allem, wenn man mit externen Textern zusammenarbeitet. Außerdem wird eine Priorität bestimmt, wie wichtig das Keyword bzw. die daraus entstehende Seite für die Informationsstruktur ist. D.h. entweder ist eine Seite auch für Nicht-Suchmaschinen-Besucher interessant oder sie dient vor allem als Landingpage für Suchmaschinen-Besucher. Später mehr dazu.
  3. Vorhandene Strukturen füllen: Nun verteilt man die Keywords in der Seitenstruktur, die bislang besteht. Hier wird man je nach bestehender Informationsstruktur oft keine passende Seite finden. Es kommt in der Praxis aus regelmäßig vor, dass ein kompletter Relaunch gemacht werden muss.
  4. Informationsstruktur der Website erweitern: Wenn ein Keyword nicht auf eine vorhandene Unterseite passt, muss eine neue her. Man sucht sich also die Stelle aus in der Informationsstruktur der Website, wo der Text bzw. das Keyword am besten passt.

Im Prinzip ist das Mapping abgeschlossen. Nun geht es anschließend daran, für die zugeordneten Keywords die jeweiligen Unterseiten zu optimieren: Also Titel anpassen, Description-Metatag, der Text und die Bilder auf der Seite selbst usw.

Ein praktisches Beispiel für Keyword-Mapping

Damit es nicht zu theoretisch bleibt: Ein Beispiel für das Keyword-Mapping für einen Blumenladen, der auch selbst Blumen bindet und dies im Internet bekannt machen möchte. Es besteht bereits eine Website, ganz klassisch, mit „Über uns“, „Blumenbinden“, „Beispiele unserer Arbeiten“ und „Impressum“.

Nehmen wir an, die Keyword-Recherche hat folgende Keywords ergeben:

Blumenbinden, Blumenbinden lernen, Blumenbindung professionell, Blumenstrauß kaufen, Hochzeit Blumenstrauß Beispiele, Blumenstrauß verschicken.

Erster Schritt: Gruppieren

Betrachtet man die Keywords, kann man vor allem zwei Gruppen unterscheiden: Das Blumenbinden und der Blumenstrauß selbst (kaufen, Beispiele, verschicken).

Zweiter Schritt: Textbriefing und Priorisierung

  • Blumenbinden (Prio: zentral): Wie wir Blumen binden, wie lange wir dafür brauchen, was wir dafür nutzen und ein paar Beispiele wie schön das ist mit Links auf Unterseiten.
  • Blumenbinden lernen (Prio: Landingpage): Angebot unserer Workshops vorstellen.
  • Blumenbindung professionell (Prio: mittel): Darstellen, wie unsere ausgebildeten Fachkräfte Blumen binden und wie sich das von Laien unterscheidet.
  • Man erkennt, wohin die Reise gehen soll…

Dritter Schritt: Vorhandene Strukturen füllen

Viel ist auf der aktuellen Website ja nicht da. Da der Blumenshop hauptsächlich Blumenbindung anbietet, setzen wir das Keyword „Blumenbinden“ auch auf die entsprechende Seite.

Vierter Schritt: Erweitern

Dann erstellen wir eine neue Rubrik, nämlich „Shop“. Die Struktur sieht dann (beispielsweise) wie folgt aus:

  • Blumenbinden
  • Blumenbinden > Blumenbinden professionell
  • Blumenbinden > Blumenbinden lernen
  • Shop > Blumenstrauß kaufen
  • Shop > Hochzeit Blumenstrauß Beispiele
  • Shop > Blumenstrauß verschicken

Nun gilt es, die einzelnen Seiten mit Texten und Inhalte zu füllen und zu optimieren. Damit ist das Keyword-Mapping abgeschlossen und stellt eine solide Basis für weitere Offpage-Maßnahmen dar.

Fazit

Das Keyword-Mapping ist das suchmaschinen- und nutzergerechte Verteilen von relevanten Keywords und stellt die Basis für eine solide Suchmaschinen-Optimierung sowohl Onpage wie Offpage dar.

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir beraten Sie gerne.